Fazit

Nachdem wir nun etwas mehr als zwei Monate in unserem neuen Domizil wohnen, werde ich hier mal ein Fazit ziehen.
Als wir im November 2004 das erste Gespräch mit dem Architekten Herr Breidenbach geführt haben, wußten wir noch nicht, worauf wir uns einlassen würden. Den kompletten Innenausbau in Eigenleistung, außerdem die Fenster komplett selbst behandeln, das war auch einem Herrn Breidenbach unvorstellbar. Doch wer mich kennt der weiß, daß ich sowas nur gut geplant angehe.
Schon im Vorfeld haben wir viele Sachen geklärt, die eigentlich erst viel später relevant werden sollten (z.B. Dachdurchbrüche für Kanallüftung oder wo wird die Therme stehen). Da wir diese Dinge ja alle in Eigenleistung vollbringen würden, mußten die Fa. Vinken und der Dachdecker so was natürlich wissen. Schade ist nur, daß all diese weit im Vorfeld geklärten Dinge oft nicht an die zuständigen Firmen weitergegeben wurden, so daß wir das auch selbst koordinieren müßten. Im Nachhinein sind wir allerdings sehr froh darüber, so ist wenigstens der Innenausbau koordiniert abgelaufen. Womit wir eigentlich bei dem einzig Negativen wären, was wir über die Wohnwerkstatt sagen können. Die Organisation und Koordination ist steigerungsfähig, dann würden viele Ungereimtheiten gar nicht erst entstehen und die Nerven der Bauherren (vielleicht auch des Architekten) geschont.
Da wir ein sehr gutes Verhältnis zu den Handwerkern haben, konnten wir jederzeit um Rat bitten, wenn wir ihn brauchten. Leider haben wir unsere Bauleitung nie bei uns begrüßen können. Gesehen haben wir sie nur bei den zweiwöchentlichen Baubesprechungen, aber bis zu uns hat sie es nach Aufstellung des Hauses nie geschafft! Zu Gute halten muß allerdings die sofortige Erledigung aller Dinge, die gemeldet wurden (z.b. Wassereinbruch Keller, bzw. nicht fertig abgedichtetes Dach bei strömenden Regen am Freitag Nachmittag). Alles wurde umgehend an die entsprechenden Stellen weitergeleitet und dann auch behoben. Trotzdem hätten wir uns über einen Besuch nur so auf eine Tasse Kaffee sehr gefreut!!!
Zu den für die Wohnwerkstatt arbeitenden Firmen möchte ich auch ein paar Dinge Sagen. Vieles habe ich in dem Bautagebuch schon erwähnt, aber besonders loben möchte hier noch einmal die Fa. Vinken (Holzrahmenbauhaus) und die Fa. Orths (Innenausbau; bei uns: Wohnungstrennwand). Hier braucht man sich um nichts Sorgen zu machen oder zu kontrollieren. Was diese Firmen anpacken ist in Ordnung.
Ein wenig sauer bin ich im Moment über die Fa. Beine. Die möchte gerne 500Euro für verlegte Kanalrohre für die Dachentwässerung der Garage haben. Das Verlegen der Rohre haben weder wir noch der Architekt in Auftrag gegeben. Über die Kosten wurden wir auch nicht informiert. Das solle aber nur bei uns so sein, alle anderen Bauherren seinen darüber informiert gewesen. Nur leider vergessen die Firmen irgendwie, daß sich Nachbarn auch mal unterhalten....! Und siehe da, wir waren kein Einzelfall!! Belügen und verar....en lasse ich mich nicht! Das hat die Fa. Dinc (Verfuger) breits zu spüren bekommen.
Apropro Verfugen: Die schwarzen Flecken sind verschwunden! Die Fa. Wedekind hat mit allen Zauberwässerchen einen Tag lang die durch das Vermischen von Salzsäure und Fugmittel entstanden Flecken auf den Eiche-Fenstern und der Haustüre eliminiert und die Bereiche neu behandelt. Man, was sind wir froh!

Leben läßt es sich auf jeden Fall gut im Holzhaus. Wir sind natürlich sehr gespannt, wie denn der Gasbedarf so aussehen wird. Im Januar haben wir 350Kubikmeter Gas, im Februar 280Kubikmeter benötigt. Ob das viel oder wenig ist, sehen wir, wenn die Rechnung kommt. So lange kalt ist es ja auch nicht jedes Jahr!
Bis die Strasse gemacht wird, gehen bestimmt noch einige Wochen ins Land. Wir sind auf jeden Fall froh, wenn der Dreck mal weg ist.......
Abschließend bleibt mir also nur zu sagen: Wer so wie wir gerne in einem Holzhaus leben möchte und ökologisches Bauen nicht mit Pappmache verwechselt, Landleben und Dorfcharakter schätzt, der ist in der Gartensiedlung bestens aufgehoben. Bauen geht, so wie ich in vielen Bautagebüchern gelesen habe, wohl nie ohne ein wenig Ärger. Wenn man sich aber selber ein wenig mit seinem Bau beschäftigt, kann Vieles früh verhindert werden.

                    Weitere Informationen unter 
www.gartensiedlung-viersen.de

RK